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Fördermöglichkeiten für Unternehmen, Beschäftigte und Soldaten

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Qualifizierungsoffensive am Arbeitsmarkt

Seit dem 1. Januar 2019 gilt das Gesetz zur Stärkung der Chancen für Qualifizierung und für mehr Schutz in der Arbeitslosen­versicherung.

Erweiterter Zugang zur Weiterbildungsförderung

Beschäftigte erhalten grundsätzlich Zugang zur Weiterbildungsförderung auch unabhängig von Qualifikation, Lebensalter und Betriebsgröße, wenn sie als Folge des digitalen Strukturwandels Weiterbildungsbedarf haben oder in sonstiger Weise von Strukturwandel betroffen sind. Der Ausbau der Förderung richtet sich auch an diejenigen, die eine Weiterbildung in einem Engpassberuf anstreben. Darüber hinaus wurden die Förderleistungen verbessert: Neben der Zahlung von Weiterbildungskosten wurden die Möglichkeiten für Zuschüsse zum Arbeitsentgelt bei Weiterbildung erweitert. Beides ist grundsätzlich an eine Kofinanzierung durch den Arbeitgeber gebunden und in der Höhe abhängig von der Unternehmensgröße.

Die Bundesagentur für Arbeit kann mit WeGebAU die berufliche Weiterbildung in kleinen und mittleren Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern finanziell fördern.

Wer wird gefördert?

  • Gering qualifizierte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer
  • ohne Berufsabschluss
  • oder mit Berufsabschluss, wenn sie seit mindestens vier Jahren eine an- oder ungelernte Tätigkeit verrichten und ihre erlernte Tätigkeit nicht mehr ausüben können.
  • Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit Berufsabschluss,
    die in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) mit weniger als 250 Arbeit-nehmern beschäftigt sind.

Was wird gefördert?

Es können Weiterbildungen gefördert werden, die im Rahmen des bestehenden Arbeitsverhältnisses unterFortzahlung des Arbeitsentgeltes durchgeführt werden. Das Unternehmen stellt die Beschäftigten für die Teilnahme an der Qualifizierung während der Arbeitszeit frei.
Bei geringqualifizierten Beschäftigten können Qualifizierungen gefördert werden, die zu einem anerkannten Berufsabschluss oder zu einer berufsanschlussfähigen Teilqualifikation führen.

Weiterbildungen für Beschäftigte in KMU müssen außerhalb des Betriebes durchgeführt werden und über ausschließlich arbeitsplatzbezogene kurzfristige Anpassungsfortbildungen hinausgehen.
Es müssen für den allgemeinen Arbeitsmarkt verwertbare Kenntnisse vermittelt werden. Ausgenommen ist zudem eine Förderung von Qualifizierungen, zu denen der Arbeitgeber gesetzlich verpflichtet ist.

Das Programm bietet zwei Möglichkeiten der finanziellen Förderung an:

  • die Erstattung der Weiterbildungskosten
  • einen Zuschuss zum Arbeitsentgelt für Geringqualifizierte

Die Beteiligung an den Weiterbildungskosten bei Beschäftigten in KMU-Betrieben wird gestaffelt:

  • Unter 45 Jahre mit Berufsabschluss bis zu 50 Prozent Beteiligung an den Weiterbildungskosten
  • Über 45 Jahre mit Berufsabschluss bis zu 75 Prozent Beteiligung an den Weiterbildungskosten

Bei gering qualifizierten Beschäftigten oder ungelernten Beschäftigten ist die Betriebsgröße unerheblich. Hier kann neben der Übernahme der Weiterbildungskosten auch ein Arbeitsentgeltzuschuss in Höhe der weiterbildungsbedingt ausgefallenen Arbeitszeit erbracht werden.

Fragen zum Programm WeGebAU beantwortet der Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit. Den Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Köln erreichen Sie, wenn Sie noch keinen festen Ansprechpartner haben, über:

• Arbeitgeberhotline: (0800) 4 5555 20 (Der Anruf ist für Sie gebührenfrei)

 

Bundesagentur für Arbeit:

Flyer zum Programm WeBebAU

 

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung bietet Ihnen mit dem Aufstiegs-BAfög eine nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz gesetzlich geregelte Geldleistung zur Unterstützung Ihrer Qualifizierung.

Was wird gefördert?

Das Aufstiegs-BAföG (Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz, kurz AFBG) fördert die Vorbereitung auf mehr als 700 Fortbildungsabschlüsse wie Meister/in, Fachwirt/in, Techniker/in, Erzieher/in oder Betriebswirt/in.

Wer wird gefördert?

Alle, die sich mit einem Lehrgang oder an einer Fachschule auf eine anspruchsvolle berufliche Fortbildungsprüfung in Voll- oder Teilzeit vorbereiten. Und das unabhängig vom Alter.

Wie wird gefördert?

Bei der Finanzierung Ihrer Fortbildung können Sie auf die Unterstützung von Bund und Ländern durch das Aufstiegs-BAföG bauen. Beantragen Sie Zuschüsse zu Prüfungs- und Lehrgangsgebühren sowie bei Vollzeitmaßnahmen Unterstützung zum Lebensunterhalt. Die Förderung mit AFBG beinhaltet Zuschüsse, die nicht zurückgezahlt werden müssen. Hinzu tritt die Möglichkeit, ein zinsgünstiges Darlehen bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) über die Differenz zwischen Zuschussanteil und maximalem Förderbetrag abzuschließen. Die Zuschussanteile variieren je nach Fördergegenstand (Maßnahmekosten, Unterhaltsbedarf etc.). Zur Finanzierung der Lehrgangs- und Prüfungsgebühren können Sie einkommens- und vermögensunabhängig einen Beitrag in Höhe der tatsächlich anfallenden Gebühren erhalten, und zwar bis maximal 15.000 Euro*. 40 Prozent der Förderung erhalten Sie als Zuschuss. Für den Rest der Fördersumme erhalten Sie ein Angebot der KfW über ein zinsgünstiges Bankdarlehen.

Eine  Online Berechnung Ihrer möglichen Förderung ist direkt auf der Seite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung möglich. Ebenso finden Sie hier alle benötigten Formulare für die Beantragung.

Das Weiterbildungsstipendium richtet sich an talentierte und leistungsbereite Fachkräfte unter 25 Jahren, die bereits ihre berufliche Ausbildung abgeschlossen haben. Mit einem Weiterbildungsstipendium können Fachkräfte bis zu drei Jahre fachliche oder fachübergreifende Weiterbildungen finanzieren. Damit unterstützt das Bundesbildungsministerium junge Menschen, sich in ihrem Beruf durch Weiterbildung zu qualifizieren und neue berufliche Möglichkeiten bis hin zur Selbständigkeit zu entdecken.

Weitere Informationen: www.bmbf.de/de/das-weiterbildungsstipendium-883.html

Der Übergang von der aktiven Bundeswehrzeit in die zivile Zukunft stellt für Sie nicht nur eine Zeit der Neugestaltung im privaten Bereich dar, Sie möchten auch die Weichen für eine sichere berufliche Zukunft stellen.

Nutzen Sie Ihre Zeit, legen Sie einen Baustein Ihres beruflichen Fundaments innerhalb unserer Schulungen. Heute Soldat/in, in naher Zukunft, zielgerichtete zivilberufliche Perspektiven durch unsere Seminare.

Sie können für die von uns angebotenen Kurse Ihren finanziellen Rahmen aus dem Anspruch auf Förderung seitens des BFD nutzen. Sie haben aber auch die Möglichkeit, Kursangebote als Selbstzahler zu belegen. Eine Kombination beider Finanzierungsmöglichkeiten ist auch möglich, wenn zum Beispiel die Fördermittel seitens des BFD nicht ausreichend sind.

Weitere Informationen: Berufsförderungsdienst der Bundeswehr

Mit dem Bildungsscheck erhalten Beschäftigte und Unternehmen in Nordrhein-Westfalen einen Zuschuss von 50 Prozent, max. 500,- Euro zu den Weiterbildungskosten. Das Land Nordrhein-Westfalen finanziert diesen Anteil aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF). Sie können Ihren Bildungsscheck bei uns einlösen.

Sie wohnen in einem anderen Bundesland? Dann informieren Sie sich bitte weiter unten unter "Übersicht weiterer regionaler Fördermöglichkeiten"

Im individuellen Zugang richtet sich der Bildungsscheck an Beschäftigte aus Betrieben mit weniger als 250 Beschäftigten mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen von max. 30.000,- Euro (max. 60.000,- Euro bei gemeinsamer Veranlagung). Dabei sollen ausdrücklich folgende Gruppen angesprochen werden:

  • Zugewanderte bzw. Menschen mit Migrationshintergrund (selbst oder ein Elternteil aus dem Ausland zugewandert)
  • Berufsrückkehrende
  • Beschäftigte ohne Berufsabschluss
  • Un- oder Angelernte oder länger als vier Jahre nicht im Ausbildungsberuf tätig
  • Ältere ab 50 Jahren
  • atypisch Beschäftigte
  • befristet Beschäftigte
  • Zeitarbeitnehmerinnen und Zeitarbeitnehmer
  • geringfügig Beschäftigte
  • Teilzeitbeschäftigte bis 20 Stunden/Woche

Im betrieblichen Zugang richtet sich der Bildungsscheck an kleinere und mittlere Betriebe mit weniger als 250 Beschäftigten. Schwerpunkt sind hier Beschäftigte mit einem jährlichen Arbeitnehmerbrutto von maximal 39.000,- Euro.

Der Bildungscheck wird Ihnen von einer zugelassenen Beratungsstelle ausgestellt:

Weitere Informationen: www.mais.nrw/bildungsscheck

Beschäftigte haben in NRW einen rechtlichen Anspruch auf Bildungsurlaub. Das Arbeitnehmerweiterbildungsgesetz NRW (AWbG) regelt den Bildungsurlaub. Berechtigt ist, wer mindestens sechs Monate in einem Betrieb beschäftigt ist. Der Rechtsanspruch gilt aber nur, wenn der Betrieb mindestens zehn Beschäftigte hat. Der Bildungsurlaub umfasst bis zu fünf Tage im Jahr.

Während des Bildungsurlaubs werden Beschäftigte vom ihrem Arbeitgeber freigestellt, bekommen aber das Gehalt voll weitergezahlt. Die Kosten für eine Bildungsurlaub-Veranstaltung zahlen die Beschäftigten selbst.

Weitere Informationen: www.weiterbildungsberatung.nrw/foerderung/bildungsurlaub-nrw

Erklärfilm zur Qualifizierungsoffensive:

Bundesministerium für Arbeit und Soziales